Redaktion Terrassenüberdachung Ravensburg · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 22.10.2026
Ein dichtes Terrassendach braucht drei Dinge: genug Gefälle, eine Rinne an der tiefsten Kante und einen geklärten Weg für das Wasser nach dem Fallrohr. Fehlt einer der drei Bausteine, steht Wasser auf dem Dach oder an der Hauswand.
Ablauf für Ihr Dach planen lassen
Beim Aufmaß klären wir, wo die Rinne sitzt und wohin das Wasser läuft.
Terrassenüberdachung Entwässerung: so läuft das Wasser ab
Regen trifft die Eindeckung, läuft über die Neigung zur Traufe und sammelt sich in der Rinne. Von dort geht es durch das Fallrohr nach unten und weiter in die Entwässerung des Grundstücks oder in eine Versickerung. Jede Station muss zur nächsten passen, sonst staut es sich an der schwächsten Stelle.
| Station | Aufgabe | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Eindeckung | Wasser aufnehmen und ableiten | zu wenig Neigung |
| Rinne | Wasser an der Traufe sammeln | falsches Gefälle in der Rinne |
| Fallrohr | Wasser nach unten führen | Verstopfung durch Laub |
| Anschluss | Wasser abführen oder versickern | Ablauf zur Hauswand |
Gefälle am Terrassendach: ohne Neigung kein Ablauf
Systemgeber verlangen bei Stegplatten in der Regel mindestens 5° Dachneigung, bei Glasdächern sind 5 bis 15° üblich (Quelle: bundesverband-wintergarten.de, Stand 07.08.2026). Wer darunter bleibt, riskiert stehendes Wasser, Schmutzränder und mit der Zeit Undichtigkeiten an den Fugen.
An niedrigen Traufen, wie sie viele Reihenhäuser in der Südstadt haben, ist die Neigung der engste Punkt der Planung. Wir messen deshalb Wandhöhe und Fensterbrüstung auf, bevor wir einen Neigungswinkel zusagen.
Die Rinne sitzt an der tiefsten Dachkante, das Fallrohr führt am Pfosten nach unten.
Regenrinne und Fallrohr: sichtbar oder im Pfosten
Bei den meisten Aluminiumsystemen ist die Rinne ins Profil eingearbeitet und fällt optisch kaum auf. Das Fallrohr läuft je nach System sichtbar oder im Pfosten integriert (Quelle: Systemangaben der Hersteller, Stand 22.10.2026). Die verdeckte Variante wirkt aufgeräumt, die sichtbare lässt sich bei Verstopfung leichter prüfen.
Rinne und Dachtyp gehören zusammen: Eine Rinne ist nur so gut wie ihr Gefälle in Längsrichtung. Sie muss zum Fallrohr hin abfallen, sonst bleibt Restwasser stehen. Bei einem Glasdach fällt Schmutz im Rinnenbereich besonders auf, deshalb planen wir dort Reinigungszugang mit ein.
Ableitung am Grundstück: Anschluss oder Versickerung
Der Anschluss an die Grundstücksentwässerung oder eine Versickerung wird bei der Planung festgelegt. Das Wasser darf weder gegen die Hauswand laufen noch auf fremde Flächen. Bei Gartenlagen mit durchlässigem Boden reicht oft eine Versickerung neben der Terrasse.
Detail: Flussnähe, Hanglage und Moorboden – wo die Ableitung kniffliger wird
Hanglagen und Schmalegg
Auf den Höhen über dem Schussental fließt Oberflächenwasser schnell ab. Das Fallrohr sollte dort so enden, dass das Wasser nicht am Hang entlang zum Nachbarn läuft.
Nähe zur Schussen
In Flussnähe, etwa im Umkreis Meckenbeuren, stand beim Hochwasser im Juni 2024 teils Wasser im Boden. Fundamente und Ableitung werden dort mit mehr Reserve geplant.
Regen und Schnee im Schussental: Rinne mit Reserve planen
Im Schussental fällt viel Regen, Spitzen gibt es im Mai, Juli und August. Im Winter kommt Nassschnee dazu: Ravensburg liegt in Schneelastzone 1, doch die Höhenlage von 450 bis 500 m hebt die Last rechnerisch auf rund 0,74 bis 0,84 kN/m² (VwV TB Baden-Württemberg vom 10.12.2025, GABl. 2025 S. 1182). Die Rinne muss Schmelzwasser aufnehmen können, ohne zu vereisen oder überzulaufen.
Mehr zur Tragfähigkeit finden Sie im Ratgeber Schneelast & Windlast; wie der Aufbau abläuft, steht im Beitrag Montage & Fundament.
Fazit: Entwässerung vom Terrassendach in Ravensburg sauber lösen
Gefälle, Rinne und Ableitung entscheiden darüber, ob ein Dach jahrelang sauber bleibt. Wir planen den Wasserweg beim Aufmaß mit, legen den Anschluss fest und liefern Montage aus einer Hand.
Häufige Fragen zur Entwässerung der Terrassenüberdachung in Ravensburg
Braucht jede Terrassenüberdachung eine Regenrinne?
Ja, praktisch immer. Ohne Rinne tropft das Wasser an der Traufkante auf Platten und Sitzbereich und spritzt gegen Fassade oder Pfosten. Die meisten Systeme bringen eine integrierte Rinne mit, die an der tiefsten Dachkante sitzt und das Wasser gebündelt zu einem Fallrohr führt. Nachrüsten ist bei einem Bestandsdach selten nötig, aber möglich.
Welches Gefälle braucht das Dach für einen sauberen Wasserablauf?
Bei Stegplatten verlangen Systemgeber üblicherweise mindestens 5° Neigung, bei Glas sind 5 bis 15° gebräuchlich. Darunter bleibt Wasser stehen, Schmutzränder und Algen entstehen schneller. Das Gefälle legen wir beim Aufmaß fest, weil Wandhöhe und Traufe vor Ort den möglichen Spielraum vorgeben.
Wohin darf das Regenwasser der Überdachung laufen?
Das Wasser wird an die Grundstücksentwässerung angeschlossen oder versickert auf dem eigenen Grundstück. Wohin genau, entscheiden wir bei der Planung gemeinsam mit Ihnen. Auf das Nachbargrundstück oder die Straße darf es nicht laufen. Ob in Ihrer Straße eine örtliche Regelung zur Regenwasserableitung besteht, klären wir vorab beim Bauordnungsamt.
Kann das Fallrohr im Pfosten verschwinden?
Ja, viele Aluminiumsysteme führen das Fallrohr unsichtbar durch den Stützpfosten. Das sieht aufgeräumter aus und schützt das Rohr vor Stößen. Bei einigen Profilen bleibt das Rohr außen sichtbar, was die Wartung erleichtert. Welche Variante bei Ihrem Dach geht, hängt vom gewählten System und vom Pfostenquerschnitt ab.
Wie oft muss die Rinne gereinigt werden?
Mindestens einmal im Jahr, am besten im Spätherbst nach dem Laubfall. Bei Obstbäumen oder Bäumen in der Nähe sind zusätzliche Kontrollen sinnvoll, weil Blätter und Blüten das Fallrohr verstopfen. Eine verstopfte Rinne läuft über, und das Wasser trifft ungeschützt auf Fassade und Terrassenbelag.
Wasserablauf gemeinsam klären
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Oder direkt anrufen: 01579 2834521